

Es war ein großer Abend für die Theatergruppe „fulminant“. Am 30. Januar feierte sie im eleganten Saal des LVR-Landesmuseums Bonn wortwörtlich fulminant Premiere mit der berühmten „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht... Lesen Sie hier den ganzen Bericht.
Rund 900 Beucher erlebten die Symptome von Depression und Schizophrenie am eigenen Leib.
Maarstraße 98a
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Der Fachkräftemangel in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ist kein vorübergehendes Problem. Unternehmerinnen und Unternehmer, die Menschen mit Behinderung unter diesen Vorzeichen nicht ernsthaft für die Besetzung von Praktika, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen in Betracht ziehen, lassen Chancen liegen.
Der Bonner Verein ist Projektnehmer und engagiert sich gemeinsam mit einer Vielzahl mittelständischer Unternehmen, sozialen Trägern, Bildungseinrichtungen, Kostenträgern und der Stadt Bonn im Rahmen der neu gegründeten Initiative bonnfairbindet. Ziel des Bündnisses ist es, über die vielfältigen Ausbildungs- und Beschäftigungspotenziale von Menschen mit Behinderung zu informieren, sowie konkrete Beratungs-, Begleitungs- und Fördermöglichkeiten für Bonner Unternehmen aufzuzeigen.
Seien Sie dabei, wenn bonnfairbindet am 17. Mai in den Räumen der Deutschen Welle das Barcamp Inklusion veranstaltet:
bonnfairbindet | Barcamp Inklusion
Keynotes unter anderem von:
Für Ihr leibliches Wohl während der Veranstaltung ist selbstverständlich gesorgt. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, im Anschluss an das Barcamp an einer rund einstündigen Führung durch die Deutsche Welle teilzunehmen!
Programm und kostenlose Anmeldung unter: www.bonnfairbindet.de/barcamp
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Bonner Akteure schmieden Bündnis zur besseren Einbindung von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt
Bonn, 4. Februar 2013 | Am heutigen Montag fanden sich unter anderem Vertreter von Trägern der Behindertenhilfe, regionalen Unternehmen und Verbänden, Bildungseinrichtungen, dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Stadt Bonn zur konstituierenden Sitzung der gemeinsamen Initiative ‘bonn fairbindet’ in der Räumen der GVP Gemeinnützige Werkstätten Bonn GmbH in Beuel zusammen. Ziel der für die Region einmaligen, trägerübergreifenden Initiative ist die Bildung eines Netzwerks zum Auf- und Ausbau eines inklusiven Ausbildungs- und Arbeitsmarktes in der Bundesstadt.
Die durch die Aktion Mensch geförderte Initiative möchte Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen und Arbeitgeber in der Region zusammenbringen. „Menschen mit Behinderung sind häufig gut qualifiziert und bringen langjährige Berufserfahrung mit, die sie für Arbeitgeber wertvoll macht“, erklärt Beate Simons, Vorstand des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie e. V., dem verantwortlichen Träger von ‘bonn fairbindet’.
Chance statt Hemmnis: Arbeitgeber stehen zu Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
„Als Mitglied des Beirates von ‘bonn fairbindet’ freuen wir uns, der Initiative beratend zur Seite zu stehen und Teil dieses außergewöhnlichen Projektes zu sein“, erklärt Wolfram Löser, Leiter des Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW). Für mittelständische Unternehmen sei es selbstverständlich, ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen, so Löser weiter. Daher sei es für ihn „nur folgerichtig, die Initiative tatkräftig zu unterstützen“.
„Viele Arbeitgeber betrachten im Hinblick auf die Beschäftigung behinderter Mitarbeiter insbesondere die gesetzlichen Rahmenbedingungen als mögliches Einstellungshemmnis“, so Simons. Dabei gebe es gerade für den Einstieg von Menschen mit Behinderung in eine reguläre Beschäftigung eine Vielzahl von Möglichkeiten, die für Unternehmen völlig unverbindlich und nahezu kostenneutral umsetzbar seien.
Arbeitgeber über diese Möglichkeiten zu informieren sei daher eine vorrangige Aufgabe der Initiative.
Stadt steht hinter den Zielen der trägerübergreifenden Initiative
Ein wichtiges Ziel von ‘bonn fairbindet’ ist es, regionale Unternehmen für die Idee eines inklusiven Ausbildungs- und Arbeitsmarktes zu gewinnen. Neben der Stadt Bonn unterstützen unter anderem der Landschaftsverband Rheinland (LVR), die Agentur für Arbeit und das Jobcenter in ihrer Funktion als Mitglieder des Beirates die Ziele der Initiative.
Über ‘bonn fairbindet’:
Mit der Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen verpflichtete sich Deutschland im Jahr 2009, inklusive gesellschaftliche Bedingungen für Menschen mit Behinderungen durchzusetzen. Die internationale UN-Stadt Bonn geht mit der Initiative ‘bonn fairbindet’ mit gutem Beispiel voran. Wichtige Träger der Behindertenhilfe, Unternehmen, Verbände, Kostenträger und die öffentliche Hand bildeten im Februar 2013 ein starkes Netzwerk. Zukünftig erarbeiten sie in dem von der Aktion Mensch geförderten Projekt Konzepte und Instrumente, wie Menschen mit Behinderung als selbstverständlicher Teil am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt der Bundesstadt teilhaben können.

Es war ein großer Abend für die Theatergruppe „fulminant“. Am 30. Januar feierte sie im eleganten Saal des LVR-Landesmuseums Bonn wortwörtlich fulminant Premiere mit der berühmten „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht.
Bereits vorher war die Vorstellung fast vollständig ausverkauft, Theaterleiterin Pyll-Heidkamp organisierte vorausschauend noch zusätzliche Sitzgelegenheiten, was sich als klug erwies: auch die letzten Plätze waren an der Abendkasse schnell vergeben. Die Stimmung war erwartungsvoll fröhlich. Alle Beteiligten waren sichtlich nervös, auch Beate Simons vom Vorstand des Bonner Vereins war „gespannt, wie es werden wird“.
Mehr als Theater
Im großen Saal und auf einer ausladenden Bühne präsentierten die psychisch kranken Darsteller einem gespannten Publikum dann das Ergebnis monatelanger Arbeit. Mit viel Musik von Musiker Boll sangen sie beschwingt ihre Lieder, spielten mit Hingabe ihre Rollen. Die Szenierie bestand aus einer großen Leinwand hinter den Darstellern, die mit zusätzlichem Text informierte und die Schauspieler in Wort und Bild ergänzte sowie aus zahlreichen Requisiten und Möbeln. Die Atmosphäre der „Dreigroschenoper“ wurde gut aufgegriffen und war spürbar. Besonders hervor stach der rauchige Gesang der „Jenny“ (Nele Heidegger) sowie die locker-lässige Spielart des Hauptdastellers "Mackie" (David Poll).
Sowohl Gesang als auch Text mussten diszipliniert einstudiert werden, was krankheitsbedingt nicht immer einfach war für die Schauspieler, die Herausforderung eben nicht „nur“ Theater ist, wie Ulrike Pyll-Heidkamp betont, sondern auch ein „Hinauswachsen über sich und die Krankheit selbst“. Doch alle Mühe hat sich gelohnt. Das bunt gemischte Publikum, mit einer großen Anzahl junger Leute, gab stehende Ovationen. Programm und Ensemble kamen bei den Zuschauern sehr positiv an. Für Silvia, 36, aus Bonn war es „interessant zu sehen, wie Menschen mit psychischen Krankheiten spielen, sehr intensiv, das hat mich berührt“.
Tickets und WDR-Fernsehbeitrag
Und falls jemand die Premiere verpasst haben sollte: Keine Panik! Ulrike Pyll-Heidkamp und die Theatergruppe ziehen weiter. Die kommenden Monate stehen noch einige Termine in Köln und Bonn an. Neben den unten stehenden Terminen finden sie hier den Lokalzeit-Beitrag in der WDR-Mediathek (www.wdr.de/mediathek):
Reservieren Sie sich jetzt Ihre Tickets für die kommenden Termine in Köln und Bonn:
21.02. und
22.02.2013 | 18:30 Uhr | Uniklinik Köln, Eingang Gleueler Straße
06.03.2013 | 18:30 Uhr | Opernfoyer, Oper Bonn
09.04.2013 | 16:30 Uhr | LVR-Klinik Bonn, neue Tagungsräume
Tickets: Unter 0228-6044766 (tägl. ab 12 Uhr, Band-Ansage)*
* Es erfolgt keine Bestätigung! Rückruf erfolgt nur, wenn die Veranstaltung ausverkauft ist. Kartenausgabe und Abendkasse ab 17.45h direkt am Aufführungsort.
| Preise und weitere Informationen im Veranstaltungsflyer |
Sie suchen noch nach einer Idee für Ihre diesjährigen Weihnachtsgrüße?
Die Besucher/innen der Tagesstätte des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie e.V. stellen mit viel Kreativität hangearbeitete Weihnachtskarten her. Diese Tätigkeit gibt ihnen eine verbindliche Tagesstruktur und ermöglicht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Mit dem Kauf der Weihnachtskarten unterstützen Sie die Arbeit der Tagesstätte. Klicken Sie hier für eine Übersicht der Karten und die Bestellhinweise.
Bonn, 4. Juli | Gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann informierte der Vorstandsvoristzende des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie e.V. Wolfgang Pütz am Montagabend interessierte Anlieger, Geschäftsleute und Gastronomen über das geplante Tageszentrum am Godesberger Moltkeplatz.
Pütz berichtete den interessieten Zuhörern über mögliche Angebote im Tageszentrum und wies Gerüchte zurück, wonach am Moltkeplatz Angebote für Suchtkranke ein Planung seien: "Wir wissen nicht woher diese Gerüchte kommen. Fakt ist, dass an ihnen absolut nichts dran ist."
Weitere Informationen können Sie der aktuellen Berichterstattung des Bonner General-Anzeigers entnehmen:
Artikel: "Träger des geplanten Tageszentrums für psychisch Kranke stellt sich Fragen"
Kommentar von General-Anzeiger-Redakteurin Ayla Jacob
Das geplante Tageszentrum am Moltkeplatz ist nicht das erste Angebot seiner Art, das vom Bonner Verein in der Bundesstadt vorgehalten wird. Neben dem Tageszentrum auf dem Bonner Talweg besteht bis zur Fertigstellung des Objekts Moltkeplatz (voraussichtlich 2. HJ 2013) auch in der Godesberger Augustastraße die Möglichkeit sich über psychische Erkrankungen zu informieren.
| Flyer "Tageszentren" ansehen (PDF) |
Gerne stehen wir Ihnen für Ihre Rückfragen zur Verfügung: So erreichen Sie uns!
Der Bonner Verein für gemeindenahe Psychiatrie e.V. ist verantwortlich für die Nachsorge seelisch behinderter Menschen im Stadtgebiet Bonn. Seine Angebote richten sich an psychisch kranke und gefährdete Bonner Bürger sowie an ehemalige Drogenabhängige. Der Verein betreibt Wohnheime in verschiedenen Stadtteilen, eine Tagesstätte, einen Fachdienst zur Beratung im Bereich Arbeit und, gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften, eine Werkstatt für psychisch behinderte Menschen, eine Niederschwellige Werkstatt, das Ambulant Betreute Wohnen, den Fachdienst Psychose und Sucht, Tageszentren, Beratungsstellen, eine medizinische Rehabilitation und Arbeitsangebote für ehemalige Suchtabhängige und einen ambulanten psychiatrischen Pflegedienst.
1981 wurde der Verein mit dem Ziel gegründet, psychisch gefährdeten und behinderten Menschen durch professionelle Hilfe zur möglichst selbständigen und finanziell unabhängigen Gestaltung ihres Lebens zu verhelfen. Im Sinne einer –auch gesetzlich begründeten- gemeindenahen Einbindung soll der Lebenszusammenhang der Klienten so „normal“ wie möglich gestaltet werden.
Im Bonner Verein fanden sich Betroffene mit engagierten Laien und qualifizierten Mitarbeitern psychiatrischer Einrichtungen zusammen. Sein Einzugsbereich umfasst das Stadtgebiet Bonn von Mehlem bis Tannenbusch, von Röttgen bis Holzlar. Seine Wohnheime, Werkstätten und weiteren Einrichtungen finden sich über alle vier Stadtbezirke verteilt: von der Innenstadt über Godesberg nach Beuel und Hardtberg. Die Werkstatt für psychisch behinderte Menschen steht zusätzlich dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis zur Verfügung.