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Gleichberechtigte Teilhabe – Vision oder Realität? Integrative Arbeits- und Beschäftigungsmodelle für psychisch erkrankte Menschen
Von Beate Simons, Birgit Weißleder und Dorte Cancel
Der Bonner Verein für gemeindenahe Psychiatrie e.V. ist verantwortlich für die Nachsorge seelisch behinderter Menschen im Stadtgebiet Bonn. Seine Angebote richten sich an psychisch kranke und gefährdete Bonner Bürger sowie an ehemalige Drogenabhängige. Der Verein betreibt Wohnheime in verschiedenen Stadtteilen, eine Tagesstätte, einen Fachdienst zur Beratung im Bereich Arbeit und, gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften, eine Werkstatt für psychisch behinderte Menschen, eine Niederschwellige Werkstatt, das Ambulant Betreute Wohnen, den Fachdienst Psychose und Sucht, Tageszentren, Beratungsstellen, eine medizinische Rehabilitation und Arbeitsangebote für ehemalige Suchtabhängige und einen ambulanten psychiatrischen Pflegedienst.
1981 wurde der Verein mit dem Ziel gegründet, psychisch gefährdeten und behinderten Menschen durch professionelle Hilfe zur möglichst selbständigen und finanziell unabhängigen Gestaltung ihres Lebens zu verhelfen. Im Sinne einer –auch gesetzlich begründeten- gemeindenahen Einbindung soll der Lebenszusammenhang der Klienten so „normal“ wie möglich gestaltet werden.
Im Bonner Verein fanden sich Betroffene mit engagierten Laien und qualifizierten Mitarbeitern psychiatrischer Einrichtungen zusammen. Sein Einzugsbereich umfasst das Stadtgebiet Bonn von Mehlem bis Tannenbusch, von Röttgen bis Holzlar. Seine Wohnheime, Werkstätten und weiteren Einrichtungen finden sich über alle vier Stadtbezirke verteilt: von der Innenstadt über Godesberg nach Beuel und Hardtberg. Die Werkstatt für psychisch behinderte Menschen steht zusätzlich dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis zur Verfügung.