Glossar

Hier finden Sie eine umfangreiche Auflistung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen. In Ihrem eigenen Interesse möchten wir Sie jedoch bitten, diese Inhalte nur zu Ihrer Information und nicht zu einer persönlichen "Diagnose" heranzuziehen. Diese kann immer nur ein behandelnder Arzt im Rahmen eines persönlichen Gespräches und einer umfassenden Untersuchung mit Ihnen stellen.

A - K

A | "Abstinenz" bis "Autismus"

Abstinenz
Abstinenz meint den vollständigen Verzicht auf beispielsweise Rausch- und Suchtmittel, Nahrungsmittel u.a.

Affekte
Affekte umschreiben im engeren Sinn intensive Gefühle wie Liebe, Hass, Ärger, Freude, Angst und Trauer, im weiteren Sinn wird der Begriff auch synonym mit Emotionen verwendet. Affekte können mit Verhaltensmustern einhergehen, die sich in Mimik, Gestik, Körperhaltung und Stimme wiederfinden lassen. 

Affektive Störung
Eine affektive Störung ist ein krankhafter Stimmungswechsel, der sich entweder in Depressionen oder in gehobener Stimmung äußert und sich auf die Aktivität des Betroffenen auswirkt.

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Agoraphobie
Agoraphobie bezeichnet die Angst vor Menschenmengen und vor Orten, die als einengend und unsicher empfunden werden.

Akute Belastungsreaktion
Akute Belastungsreaktionen, umgangssprachlich auch Nervenzusammenbruch genannt, bezeichnen eine Art psychische Betäubung, deren Ursachen einschneidende Erlebnisse wie beispielsweise Gewalttaten, Naturkatastrophen o.ä. sein können. Als Folge dessen können auch Symptome wie Depression, Angst, Ärger, Verzweiflung, Überaktivität und Rückzug auftreten. 

Alkoholismus
Alkoholismus oder Alkoholabhängigkeit zeichnet sich durch übermäßiges, zwanghaftes Einnehmen von Alkohol aus eine verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendigung und Menge des Alkoholkonsums aus.

Alzheimer
Alzheimer ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei welcher eine zunehmende Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit beobachtet wird. Diese geht in der Regel mit einer Abnahme der täglichen Aktivitäten, mit Verhaltensauffälligkeiten und neuropsychologischen Symptomen einher.

Amnesie
Amnesie bezeichnet den Verlust des Gedächtnisses oder einzelner Erinnerung, welcher als Reaktion auf einschneidende Erlebnisse auftreten kann.

Anankastische Persönlichkeitsstörung
Anankastische Persönlichkeitsstörungen, auch Zwangsstörung genannt, bezeichnet einen Zustand, in dem das Handeln der betroffenen Personen von Unentschlossenheit, ständigen Zweifeln und dem Bedürfnis nach dauerhafter Kontrolle geprägt ist. Sie erledigen ihre Aufgaben peinlich genau (Perfektionismus), wobei ihre Sorgfalt in keinem Verhältnis zur Bedeutung der Aufgabe steht.

Angststörungen
Angststörungen bezeichnen einen Angstzustand, in dem die die Angst im Vergleich zur tatsächlich existierenden Bedrohung unangemessen erscheint und der Betroffene durch die Angst an einer erheblichen psychischen oder körperlichen Belastung leidet. Dies kann sich in Herzklopfen, Schwindel, Schweißausbruch, Zittern, Mundtrockenheit, Hitzewallungen, Sprachschwierigkeiten, Atembeschwerden, etc. äußern.

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Anhedonie
Anhedonie bezeichnet eine psychische Störung, die den Verlust der Lebensfreude und der Fähigkeit zum positiven emotionalen Erleben meint. Dies kann zu Angst, Verzweiflung, Nervenzusammenbruch, Traurigkeit, Depressionen oder Lebensverneinung führen. 

Asperger-Syndrom
Das Asperger-Syndrom ist eine psychische Störung, die dem Autismus ähnelt, allerdings mit wesentlich schwächeren Symptomen. Die Patienten sind überwiegend männlich und häufig auffallend ungeschickt. 

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS)
ADS ist eine psychische Störung, die sich durch Aufmerksamkeitsprobleme, situationsunangemessenes und unkontrolliertes Verhalten und Hyperaktivität auszeichnet.

Aphasie
Aphasie bezeichnet den Verlust der Sprache, welcher beispielsweise nach einem Schlaganfall oder einer Kopfverletzung auftreten kann. Durch die Aphasie können alle sprachlichen Fähigkeiten wie Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben betroffen sein.

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Autismus
Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die sich bereits vor dem 3. Lebensjahr zeigt. Autistische Menschen haben in der Regel kaum Interesse an sozialen Kontakten und wiederholen häufig die gleichen Handlungen.

Mehr zum Bundesverband Autismus.

 

 

 

 

B | "Berufliche Rehabilitation" bis "Borderline"

Berufliche Rehabilitation
Berufliche Rehabilitation soll Menschen die längere Zeit arbeitsunfähig waren, dabei helfen, durch körperliches und kognitives Training die Anforderungen am Arbeitsplatz wieder zu bewältigen.

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Betreuung
Professionelle Betreuung und Pflege hat das Ziel Gesundheit zu fördern und zu erhalten, gesundheitlichen Schäden vorzubeugen und Menschen in der Behandlung und im Umgang mit Auswirkungen von Krankheiten und deren Therapien zu unterstützen. Betreuungsbedürftige Menschen benötigen in der Regel Hilfe im Haushalt, im sozialen Umgang sowie in verschiedenen Pflegetätigkeiten wie Nahrungsaufnahme oder Körperpflege.

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Betreutes Wohnen
Betreutes Wohnen bezeichnet eine Wohnformen, in der Menschen Unterstützung finden, die je nach Lebenssituation unterschiedliche Formen der Hilfe benötigen. Das können sowohl alte Menschen, psychisch Kranke, Behinderte oder Jugendliche sein. Die Betreuung wird durch Sozialarbeiter bzw. Psychologen, Erzieher, Therapeuten oder Pflegekräfte gewährleistet.

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Bipolare affektive Störungen
Bipolare Störungen sind deutliche Störungen der Stimmung und des Aktivitätsniveaus des Betroffenen. Sie treten in mindestens zwei Episoden auf, in denen die Stimmung und die Aktivität der Betroffenen stark zwischen depressiven und manischen Phasen wechselt.

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Borderline-Störungen
Borderline-Störungenbezeichnen eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet ist. Sie beginnen im frühen Erwachsenenalter.

 

 

C | "Chronische Krankheiten"

Chronische Krankheiten
Chronische Krankheiten sind Krankheiten, die sich langsam entwickeln oder lang andauern. Der Krankheitsverlauf erstreckt sich über mehr als vier Wochen. Eine Erkrankung kann chronisch sein und trotzdem eine akute Komponente haben. Einige chronische Erkrankungen, wie z. B. Epilepsie, zeichnen sich durch akute Schübe (Anfälle) aus.

D | "Demenz" bis "Dysthemie"

Demenz
Demenz ist eine aufgrund einer neurodegenerativen Erkrankung entstandene, dauernde Intelligenzminderung (teilweise oder ganzer Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Sprachverlust, etc.). Sie geht oft einher mit Verlust von Interessen und Eigeninitiative, Reizbarkeit, Gefühl der Überforderung, Verlust des emotionalen Erlebens und Mitgefühls, depressiven Verstimmungen.

Depersonalisationssyndrom
Das Depersonalisationssyndrom bezeichnet einen Zustand, in dem eine Person eine veränderte Wahrnehmung der eigenen Person und des eigenen Körpers hat. 

Depressionen
Depressionen sind Gemütskrankheiten, verbunden mit einer traurigen Verstimmung, Angstzuständen, innerer Unruhe, Denk- und Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen.

Derealisationssyndrom
Das Derealisationssyndrom bezeichnet einen Zustand, in dem eine veränderte Wahrnehmung der Umgebung erlebt wird. Sie wird als fremd oder unwirklich erlebt.

Depressionen
Depressionen sind Gemütskrankheiten, verbunden mit einer traurigen Verstimmung, Angstzuständen, innerer Unruhe, Denk- und Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen.

Drogen
Drogen sind Substanzen (Alkohol, Nikotin, Cannabis, etc.), welche die Psyche des Menschen beeinflussen. Allgemein weisen Drogen eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Wirkung auf.

Dyslexie
Dyslexie ist eine Schwäche, bei der Betroffene erhebliche Probleme haben, Geschriebenes zu erfassen und zusammenhängend vorzulesen. 

Dyskalkulie
Dyskalkulie ist eine Rechenschwäche, bzw. Rechenstörung.

Dysmorpho-Phobie
Dysmorpho-Phobiebezeichnet ein Zustand mit der zwanghaften Vorstellung, durch tatsächliche oder vermeintliche Körperfehler unter Menschen unangenehm aufzufallen. Betroffene Personen neigen oft dazu, sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen schönheitschirurgisch behandeln zu lassen. 

Dysthemie
Dysthemie ist eine leichte, aber chronische Form der depressiven Verstimmung.

 

 

E | "Entwicklungsstörung" bis "Essstörung"

Entwicklungsstörung
Entwicklungsstörungen bezeichnen im Allgemeinen Fehler in der Entwicklung. Viele beginnen im Kleinkindalter oder in der Kindheit, hängen eng mit der biologischen Reifung des Zentralnervensystems zusammen und verlaufen stetig, ohne Phasen der Besserung und/oder Rückfälle. Man unterscheidet zwischen „umschriebenen“ und „tief greifenden“ Entwicklungsstörungen.

Entzug
Entzug bedeutet der freiwillige oder unfreiwillige Verzicht auf Substanzen (Alkohol, Nikotin, Cannabis, etc.) im Sinne eines Total- oder Teilentzugs, der zu einem Entzugssyndrom führt mit typischen körperlichen und psychischen Reaktionen.

Essstörung
Eine Essstörung ist eine Verhaltensstörung des Essverhaltens mit meist ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden. Zentral ist die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema Essen.

  • Magersucht (Anorexie) ist eine Essstörung, bei welcher es durch Veränderungen im alltäglichen Essverhalten zum Körpergewichtsverlust kommt. Bei länger andauernder Magersucht lässt das Hungergefühl nach und es kommt zu schweren körperlichen Schäden.
  • Bulimie ist eine Essstörung mit nicht kontrollierbarer Neigung zu Heißhungeranfällen mit anschließenden Essattacken. Um eine Körpergewichtszunahme zu umgehen, folgt oftmals das absichtliche Erbrechen, die Einnahme von Abführmitteln, exzessiver Sport, etc.

 

 

 

 

F | "Facharzt" bis "Fütterstörung"

Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
Ein Facharzt für Psychotherapeutische Medizin ist die Facharztbezeichnung für einen Arzt, der Patienten mit psychischen Krankheiten behandelt, die manchmal auch in Verbindung mit körperlichen Krankheiten stehen können, also mit sogenannten psychosomatischen Krankheiten. Er ist spezialisiert auf geeignete psychotherapeutische Methoden als Gespräch- oder Körpertherapie. Die Arbeitsbereiche des Psychiaters und des Facharztes für Psychotherapeutische Medizin überschneiden sich teilweise.

Fütterstörung im frühen Kindesalter
Eine Fütterstörung im frühen Kindesalter beschreibt extrem wählerisches Essverhalten im Säuglingsalter und frühen Kindesalter. Die Nahrungsverweigerung kann sich auch im wiederholten Heraufwürgen von Nahrung äußern, ohne dass bei dem Kind eine Krankheit im Magen vorliegt. 

G | "Ganser-Syndrom" bis "Gewalt"

Ganser-Syndrom
Das Ganser-Syndrom beschreibt einen Zustand, in dem betroffene Personen stark desorientiert wirken, an gestellten Fragen vorbei reden und oft starke Fehlhandlungen zeigen, bei denen systematisch alles falsch gemacht wird. 

Geistige Behinderung
Geistige Behinderung bezeichnet einen andauernden Zustand deutlich unterdurchschnittlicher kognitiver Fähigkeiten eines Menschen sowie damit verbundene Einschränkungen seines affektiven (emotionalen) Verhaltens.

Gewalt
Gewalt bezeichnet Handlungen, Vorgänge und Szenarien, in denen bzw. durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird.

H | "Halluzinationen" bis "Hyperaktivität"

Halluzinationen
Halluzinationen sind Sinnestäuschungen, bei denen das Wahrgenommene überhaupt nicht existiert. 

Hyperaktivität
Hyperaktivität ist das nicht hinreichend kontrollierbare, überaktive Verhalten. Ausgehend von innerer Ruhelosigkeit, manifestiert sie sich in der Regel in Form von motorischer Unruhe und überschießenden Reaktionen.

I | "Integration" bis "Interkulturelle Psychiatrie"

Integration
Integration ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess von Zugezogenen wie von Einheimischen, der eine aktive Mitgestaltung erfordert. Sie meint die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Einbindung aller Gesellschaftsmitglieder mit dem Ziel der Chancengleichheit.

Interkulturelle Psychiatrie
Die Interkulturelle Psychiatrie bietet Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund an. Sie ist der Zweig der Psychiatrie, der sich mit den kulturellen Aspekten der Entstehung, der Häufigkeit und Art geistiger Erkrankungen sowie mit der Behandlung und Nachbehandlung der Krankheiten innerhalb einer gegebenen Sprachgruppe und Kultur befasst.

K | "Katatonie" bis "Kleptomanie"

Katatonie
Katatonie bezeichnet einen Zustand, in dem eine Person vor Angst und Schrecken erstarrt, weil sie sich in ihrer Identität schwer bedroht fühlt. Katatonie tritt vor allem bei Schizophrenie auf, wenn Patienten durch halluzinatorische oder wahnhafte Erlebnisse überwältigt sind. Die Personen sind meist motorisch reglos und teilnahmslos. 

Klaustrophobie
Klaustrophobie ist eine krankhafte Angst vor und in geschlossenen Räumen. Die Angst ist für Betroffene übermächtig und kaum zu kontrollieren. 

Kleptomanie
Kleptomanie steht für den zwanghaften Impuls, Dinge zu stehlen, die nicht dem persönlichen Gebrauch oder der Bereicherung dienen. Die gestohlenen Gegenstände werden häufig weggeworfen oder gehortet. 

L - Z

L | "Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)"

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)
Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) ist ein Sammelbegriff für alle Defizite beim Lesen und Lesen lernen, die deutlich von einer definierten Norm abweichen.

 

 

M | "Manie" bis "Mobbing"

Manie
Manie ist ein abnormer Gemütszustand mit folgenden Symptomen: grundlose, überströmende Heiterkeit, Selbstüberschätzung und unbeirrbarer Optimismus, Beschleunigung mit Oberflächlichkeit des Denkens, Triebsteigerung, besonders der Sexualität und Aggressivität, allgemeine Antriebssteigerung (Bewegungs-, Betätigungs- Rededrang).

Medikamentenabhängigkeit
Eine Medikamentenabhängigkeit ist eine Suchterkrankung, bei welcher die Betroffenen von unterschiedlichsten Medikamenten abhängig sein können.

Mobbing
Mobbing umschreibt negative kommunikative Handlungen (abschätzige Äußerungen, Ausschluss von sozialer Teilhabe etc.), die von einer oder mehreren Personen gegen eine Person gerichtet sind.

N | "Nachsorge" bis "Notfälle"

Nachsorge
Nachsorge ist die planmäßige Nachuntersuchung von Patientinnen und Patienten nach einer abgeschlossenen oder vorläufig abgeschlossenen Behandlung.

Negativismus
Negativismus steht allgemein für eine ablehnende (Trotz-) Haltung bei Jugendlichen, bei der auf Aufforderung hin unvermeidlich das Gegenteil des Verlangten oder überhaupt nichts getan wird. 

Neurologe
Ein Neurologe behandelt “echte Nervenleiden”, z.B. Lähmungen, Hirntumoren oder Rückenmarkstumoren, Schlaganfälle, Multiple Sklerose. Der Nervenarzt ist ein Facharzt für Psychiatrie und Neurologie. Er war früher der Hauptansprechpartner für “nervliche Leiden” jeglicher Art. Die Wissensfortschritte in beiden Fachgebieten (Neurologie und Psychiatrie) haben aber in den letzten 10 Jahren weitgehend zu einer Trennung dieser Fachgebiete geführt. Der Nervenarzt ist übrigens der umgangssprachlich nicht auszurottende “Neurologe” zu dem man früher ging, wenn man “nicht ganz richtig im Kopf” war.

Notfälle
Notfälle sind alle Situationen, in denen Gefahr für Leib und Leben der Betroffenen/des Betroffenen, das heißt des Notfallpatienten/der Notfallpatientin, besteht. In der Regel muss sofort bzw. innert 12 Stunden eine medizinische Behandlung erfolgen.

O | "Opferhilfe"

Opferhilfe
Bei der Opferhilfe handelt es sich um eine staatliche Hilfeleistung auf der Grundlage des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (OHG). Durch angemessene medizinische, psychologische, soziale, materielle und juristische Hilfe sollen die Folgen einer Straftat abgefedert werden.

P | "Palliativmedizin" bis "Psychose"

Palliativmedizin
Palliativmedizin beinhaltet die umfassende Behandlung und Betreuung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Ziel der Palliativmedizin ist es, Leiden zu lindern und den Patientinnen und Patienten eine möglichst gute Lebensqualität bis zum Tod zu ermöglichen.

Panik
Panik ist ein Zustand intensiver Angst vor einer tatsächlichen oder angenommenen Bedrohung.

Paranoide Schizophrenie
Paranoide Schizophrenie bezeichnet einen Zustand, der bei betroffenen Personen paranoide Wahnvorstellungen, meinst begleitet von akustischen Halluzinationen (Stimmen) und Wahrnehmungsstörungen hervorruft. 

Pavor nocturnus
Pavor nocturnus beschreibt einen Zustand, bei dem die Person mit einem Panikschrei, heftiger Angst, Körperbewegungen und starker nervlicher Erregung aus dem Schlaf aufwacht. Der verschreckte Zustand dauert bis zu zehn Minuten und ereignet sich meist während des ersten Drittels der Nacht. 

Persönlichkeitsstörung
Persönlichkeitsstörungen sind Störungen, bei denen bestimmte Merkmale der Persönlichkeitsstruktur in besonderer Weise ausgeprägt, unflexibel und wenig an gesellschaftliche Normen angepasst sind.

Phobien
Phobien sind Angststörungen, bei denen Angst ausschließlich oder überwiegend durch eindeutig definierte, im Allgemeinen ungefährliche Situationen oder Objekte hervorgerufen wird.

Posttraumatische Belastungsstörungen
Eine Posttraumatische Belastungsstörung ist eine psychische Erkrankung. Sie tritt meist nach außergewöhnlichen körperlichen und seelischen Belastungen, die zu einem Trauma führen auf. Symptome können aufdrängende Erinnerungen, Träume oder Albträume, in denen das erlebte wiederkehrt, sein. Es besteht ein andauerndes Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit, Gleichgültigkeit gegenüber anderen, Teilnahmslosigkeit und Verlust der Lebensfreude (Anhedonie). Situationen, die Erinnerungen an das Erlebnis wachrufen können, werden gemieden. Gewöhnlich besteht eine erhöhte Reaktionsbereitschaft, die Personen sind übermäßig schreckhaft und schlaflos. Häufig sind sie auch ängstlich und depressiv, nicht selten haben sie Selbstmordgedanken.

Prävention
Unter Prävention wird der Schutz vor gesundheitsgefährdendem Verhalten und schädlichen Lebensumständen verstanden: übermäßiger TV-Konsum, Gewaltanwendung, süchtiges Verhalten, falsche Ernährung, sexueller Missbrauch, schlechte Schul-, Wohn-, oder Arbeitsumgebung usw.

Psychiater
Psychiater sind Fachärzte für die Behandlung von psychischen Krankheiten. Er behandelt diese psychischen Krankheiten (z.B. Psychosen, Neurosen, Persönlichkeitsstörungen) je nach Schwerpunkt und Krankheitsbild mit psychotherapeutischen Methoden (Gespräch) und mit Medikamenten (z.B. Antidepressiva).

Psychologische Psychotherapeut
Der psychologische Psychotherapeut ist ein Psychotherapeut, der Psychologie studiert hat.  Er hat sich nach seinem Psychologiestudium auf die Psychotherapie spezialisiert. Er ist das jüngste Mitglied in den Reihen der Psychotherapeuten und wurde durch das überfällige Psychotherapeutengesetz 1998 auch zur Krankenkassenbehandlung zugelassen.

Psychische oder geistige Krankheiten
Psychische oder geistige Krankheiten sind Störungen bezüglich bewusster Prozesse des Erlebens (Wahrnehmen, Fühlen, Denken, Wollen) wie auch für Prozesse der unbewussten Verarbeitung von Erlebtem.

Psychosomatische Krankheiten
Psychosomatische Krankheiten sind Krankheiten, die sich seelisch als auch körperlich äußern (Psyche= Seele, Soma= Körper; kommt aus dem griechischen).

Psychoanalyse
Psychoanalyse bezeichnet ein von Sigmund Freud entwickeltes psychotherapeutisches Verfahren. Dabei legen sich die Patienten auf eine Couch und erzählen dem Psychoanalytiker was ihnen einfällt. Der Analytiker umgekehrt versucht dann dem Patienten das Gesagte zu deuten und in einen sinnvollen Zusammenhang zu stellen.

Psychodelische Drogen
Psychodelische Drogen sind Drogen die euphorische Zustände und Halluzinationen hervorrufen (z.B. LSD).

Psychosen
Psychosen bezeichnen bestimmte psychiatrische Erkrankungen, wie die Schizophrenie, bei welcher in der Akutphase beispielsweise Wahnsymptome auftreten können (z.B. Verfolgungswahn). Diese Erkrankungen müssen gerade in der Akutphase einer medikamentösen Behandlung zugeführt werden. Dadurch klingen diese Symptome in der Regel wieder rasch ab.

Psychologie
Psychologie ist die Lehre von den Erscheinungen und Zuständen des Seelenlebens. Wer Psychologie studiert wird nach dem Abschluß Diplompsychologe. Nur ein Teil der Psychologen spezialisiert sich anschließend im Rahmen der Psychotherapie. Viele Psychologen arbeiten zum Beispiel in der Forschung, in der Werbung, in der Wissenschaft oder als Verkehrspsychologe.

Psychopath
Psychopath bezeichnet eine Persönlichkeitsstörung (griechisch: Psyche = Seele und Pathos = Krankheit). Leider hat der Begriff abwertenden Charakter bekommen, so dass er umgangssprachlich nicht mehr verwendbar ist. Diese Abwertung täuscht aber über das Leiden hinweg, welches ein persönlichkeitsgestörter Mensch in sich selber trägt und manchmal auch anderen zufügen kann.

Psychopharmaka
Psychopharmaka meinen alle Medikamente, die in irgendeiner therapeutischen Weise den seelischen Zustand eines Menschen beeinflussen können.

Psychose 
Eine Psychose ist eine schwere psychische Störung, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergeht.

R | "Rett-Syndrom" bis "Rumination"

Rett-Syndrom
Das Rett-Syndrom ist eine psychische Störung, die bisher nur bei Mädchen beobachtet wurde. Dabei verlangsamt sich zwischen dem siebten und 24. Lebensmonat das Kopfwachstum und es tritt ein teilweiser oder vollständiger Verlust der bereits erworbenen Fähigkeiten, wie Sprache, Bewegungsmuster und der Gebrauch der Hände, auf. 

Rumination
Rumination ist das krankhafte wiederholte Heraufwürgen von Nahrung. 

S | "Schizophrenie" bis "Suizid"

Schizophrenie
Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung. Sie zeichnet sich aus durch Realitätsverlust, Wahnvorstellungen, Veränderungen der Gedanken, der Sprache und des Verhaltens.

Schlafstörungen
Schlafstörungen sind Störungen der normalen Schlaffunktionen, insbesondere Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen, der Dauer, Qualität und des Zeitpunktes des Schlafs.

Selbsthilfe
Selbsthilfe bedeutet, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, Eigenverantwortung zu übernehmen, gemeinsam mit anderen Betroffenen (Selbsthilfegruppe) Probleme zu bewältigen und die praktischen Erfahrungen gleichfalls Betroffener (für sich) zu nutzen.

Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen sind Gruppen, zu denen sich Menschen mit demselben Problem, einem gemeinsamen Anliegen oder in einer gleichen Lebenssituation zusammenschließen, um sich gegenseitig zu helfen.

Somatoforme Störung
Eine somatoforme Störung ist eine Störung, mit anhaltendem oder wiederholtem Auftreten von körperlichen Symptomen, für die keine ausreichenden organischen Befunde vorliegen. 

Spielsucht
Spielsucht ist eine Sucht, die das Leben der betroffenen Personen durch häufiges und wiederholtes Spiel, insbesondere Glücksspiel beherrscht. Das Spielverlangen hält an und steigert sich oft noch trotz negativer sozialer Konsequenzen. 

Stress
Stress ist das Gefühl, das entsteht, wenn man glaubt, dass man mit seinen persönlichen und sozialen Ressourcen die gestellten Anforderungen nicht erfüllen kann. Stress löst eine körperliche und psychische Belastung aus, die krankheitsfördernd sein kann.

Stupor
Stupor beschreibt einen Zustand, in dem die Person wach ist, aber keine psychische oder körperliche Aktivität zeigt. Hinzu kommen Bewegungslosigkeit, maskenhafte Gesichtsstarre, Nichtreagieren auf Außenreize oder Stummheit. Die Störung kann bei Schizophrenie, Depression, Epilepsie oder Drogenintoxikation auftreten. 

Suchtproblem
Ein Suchtproblem bezeichnet zwanghaftes Verhalten, welches sowohl an bestimmte Substanzen (stoffgebunden) als auch an bestimmte Verhaltensweisen gebunden sein kann.

Suizid
Von einem Suizid spricht man, wenn jemand sein Leben absichtlich beendet. Ein Suizidversuch ist meist ein Versuch Probleme oder Stresszustände zu lösen beziehungsweise zu beenden. Viele Menschen, die einen Suizidversuch unternehmen, wollen nicht unbedingt sterben, sie wollen vielmehr einem überwältigenden emotionalen Zustand entfliehen. Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen sich in einer solchen Situation befinden, sollten Sie Hilfe in Anspruch nehmen: Rufen Sie den psychiatrischen Notfall an, sprechen Sie mit einem Arzt, mit einem Familienmitglied, einer Freundin oder einem Freund.

T | "Ticstörungen" bis "Trichotillomanie"

Ticstörungen
Ticstörungen sind Störungen, die nervöse Muskelzuckungen zur Folge haben sowie das Äußern von Lauten, das die Betroffenen nicht kontrollieren können. 

Trauma 
Ein Trauma ist eine Störung des seelischen Gleichgewichts mit nachfolgenden psychischen Veränderungen, ausgelöst durch z.B. Unfälle, Vergewaltigung, Überfälle, Kriegsgeschehen, Kindesmisshandlung, sexueller Missbrauch.

Trichotillomanie
Trichotillomanie bezeichnet eine Störung, bei der Betroffene sich zwanghaft die Haare (auch Augenbrauen, Wimpern und den Bart) ausreißen. Die Personen erleben vorher eine starke Spannung und danach Erleichterung und Entspannung. 

Z | "Zwangsstörungen"

Zwangsstörung
Zwangsstörungen sind Störungen, bei denen sich wiederholt Gedanken, Handlungen oder Handlungsimpulse gegen den eigenen Willen aufdrängen. Diese werden zwar als unsinnig erkannt, führen aber zu einer unerträglichen Angst und Anspannung, wenn dem Zwang nicht Folge geleistet wird.

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