Arbeitsgelegenheiten

Was bedeutet "Arbeitsgelegenheiten"?

Eine Arbeitsgelegenheit (vormals 1-Euro-Job) bietet arbeitslosen Menschen eine Möglichkeit zum Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Primäres Ziel ist es, die eigene Leistungsfähigkeit zu erproben und zu trainieren und so den Anschluss an den Arbeitsmarkt nicht zu verlieren. Neben dem Erhalt der Vermittlungschancen dient die Maßnahme der Qualifizierung und der Erstellung eines beruflichen Gesamtprofils, aus dem Ressourcen, Chancen und Hemmnisse bezüglich der Vermittlung in Arbeit hervorgehen. 

An wen richtet sich die Maßnahme?

An Bonner/-innen, die Arbeitslosengeld II beziehen und bei denen – vermutlich aufgrund einer psychischen Beeinträchtigung und/ oder Behinderung – komplexe Hemmnisse in Bezug auf die Vermittlung in den Arbeitsmarkt bestehen. Zugangsvoraussetzung für die Arbeitsgelegenheit ist eine durch das Reha-Team des Jobcenters Bonn ausgestellte Eingliederungsvereinbarung mit einer entsprechenden Zuweisung.

Wie ist die Maßnahme aufgebaut?

KONTAKTAUFBAU

In einem Erstgespräch werden zunächst alle wichtigen berufsbiografischen Daten zusammengetragen und die Rahmenbedingungen, Ziele und Möglichkeiten der Maßnahme vorgestellt.

ARBEITSEINSATZ

Die Arbeitsgelegenheiten finden in verschiedenen Fachbereichen statt. Mögliche Einsatzorte sind:

  • Hauswirtschaft
  • Versandbetrieb
  • Lagerlogistik
  • Verwaltung
  • EDV
  • Montage/ Elektromontage
  • Bewirtung/ Service

PERSPEKTIVPLANUNG

Alle Ergebnisse der Arbeits-, Trainings-, Diagnostik- und Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen der Arbeitsgelegenheiten dienen der Erarbeitung einer realistischen beruflichen Perspektivplanung. Soweit geboten, finden zum Ende der Maßnahme hin, in Absprache mit dem Jobcenter und auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse, erste Schritte zur Vorbereitung oder Vermittlung in Folgemaßnahmen zur weiteren beruflichen Integration statt. 

DAUER UND RAHMENBEDINGUNGEN

Die Maßnahme dauert sechs Monate und kann bei Bedarf auf bis zu ein Jahr verlängert werden. Die Arbeitszeit pro Woche richtet sich nach der individuellen Leistungsfähigkeit der Teilnehmer und beträgt zwischen 15 und 30 Stunden. Teilnehmer erhalten pro geleisteter Stunde 1 € Aufwandsentschädigung und einen monatlichen Fahrtkostenzuschuss von bis zu 20,– €.

METHODEN/ QUALIFIZIERUNG

Als Mittel der Arbeitsdiagnostik und Qualifizierung stehen uns verschiedene Methoden und Instrumente zur Verfügung: 

  • Kognitives Training (Cogpack)
  • Arbeitsdiagnostik (Hamet)
  • Selbst- und Fremdeinschätzung
  • Psychoedukation (ZERA)
  • Stressbewältigungstraining
  • Bewerbungstraining
  • EDV-Kurs
  • Kurse der Erwachsenenbildung
  • Kurse der Gesundheitsförderung

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